Neumond im September – Friedensforschung

Neumond im September findet am 13. September um 8h41 MES auf 20°10 in der Jungfrau statt.

Dieser Neumond bildet eine partielle Sonnenfinsternis, die nur auf der südlichen Halbkugel zu sehen ist. Dennoch ist sie überall wirksam, denn sie stellt ganz bestimmte geometrische Verhältnisse dar.

Ein Schatten fällt hier auf das Jungfrauzeichen. Schatten gilt es zu erkennen, anzuerkennen und zu integrieren. Perfekt für einen Jungfrau-Neumond! Schwierige Seiten des Jungfrau-Zeichens sind ihr Perfektionsanspruch, der leicht dazu führt, dass sie alles, was nicht ins Bild passt, abspaltet, ablehnt. Und da ist er schon, der Schatten. Der Perfektionsanspruch entsteht aus Unsicherheit. Im Chaos gibt ein Ordnungssystem Sicherheit und Halt. Die Unsicherheit und Haltlosigkeit rührt aus mangelndem Selbstwertgefühl. Oder noch treffender: aus mangelndem Gefühl und Wissen um die eigene Identität. Denn das Jungfrauzeichen und das sechste Haus haben damit zu tun, die eigene Identität in die Gemeinschaft einzubringen. Das heißt ausdrücklich nicht dienen, im Sinne von sich andienen, verbiegen, kleinmachen, opfern. Es heißt, sich mit seinen ureigenen Fähigkeiten nützlich zu machen, zu integrieren, und gleichwertiger Teil der Gemeinschaft zu werden. Man soll voll und ganz zu sich stehen. Nur so hat der Andere überhaupt ein echtes Gegenüber auf Augenhöhe (Waage, siebtes Haus). Bleibt man im unerlösten Jungfrau-Zustand, begegnet einem das, was man abgespalten hat, um „rein“ zu sein, im Aussen. Dann kann man mit dem Finger auf die andern zeigen, oder permanent nörgeln. Und einen Zaun ziehen und sich abgrenzen, innerlich und äußerlich. Das Helfersyndrom ist auch ein schattiges Jungfrau-Thema: man gibt mehr als man eigentlich hat, weil man glaubt, das sei die Eintrittskarte in die Gemeinschaft, andernfalls sei man „wertlos“ und egoistisch. Spaltet man den eigenen Egoismus ab und negiert ihn, springt er einem – schwupp – im außen wieder entgegen: die vielen Egoisten, die die Hilfsbereitschaft ausnutzen…

nm0915 trojaStark in diesem Neumondhoroskop ist eine sehr genaue Opposition zu Chiron in den Fischen. Chiron wird dem Schützen und auch der Jungfrau zugeordnet. Chiron, der Heiler, der sich selbst nicht helfen kann… Hier dürften Verletzungen und Verluste zu Tage treten und bewußt gemacht werden. Eben genau die Opfer des Abspaltungsprozesses, diesseits und jenseits des Grenzzauns. Und der Fokus fällt auf die enorme Unsicherheit, die all dem zugrunde liegt. Dies wird noch verstärkt durch die Jupiter-Neptun-Opposition die sich schon beim letzten Vollmond andeutete und bis zum nächsten Vollmond wirksam ist. Jupiter Terminalis, der Gott der Grenzsteine. Identitätsstiftend durch die Abgrenzung von Ich und Nicht-Ich. (Dazu etwas ausführlicher in der September-Monatsvorschau).

Der Jungfrau-Neumond ist beherrscht von Merkur, dem Herrscher der Jungfrau. Dieser wiederum, in der Waage, ist beherrscht von Venus. Und die: da sie im Löwen steht, ist beherrscht von der Sonne. Es ist also eine dreifache Regentschaft von Sonne, Merkur und Venus. Merkur und Venus im Sextil zueinander werden im besseren Falle harmonisierend auf den Neumond einwirken und versuchen, Diplomatie, Fairness und gemeinsame Gespräche herzustellen.

Merkur, direkter Herrscher über den Neumond, steht in sehr genauem Quadrat zu Pluto, dem ersten von dreien während seiner Rückläufigkeitsphase in der Waage. Das weckt Ressentiments und Vorurteile, über die man nun hinwegkommen muss. Das Gemeinsame (Waage) muss wieder gefunden werden und der Augenschein tief hinterfragt (Pluto) . Das kann harte Arbeit bedeuten, jeder an sich selbst und seinen vielleicht festgefahrenen Meinungen und felsenfesten (Steinbock) Überzeugungen, die schon zur fixen Idee werden können, aber auch an der Art wie die Anliegen vorgebracht werden. Machtstrukturen können den Austausch erschweren: „das haben wir immer so gemacht, das bleibt so“. Auch ist es eine Zeit, in der lange gehütete Geheimnisse kriminalistisch, akribisch aufgedeckt werden können und den Schlüssel zur Konfliktlösung bieten können.

Der Trojanische Krieg

440px-Iliad_VIII_245-253_in_cod_F205,_Milan,_Biblioteca_Ambrosiana,_late_5c_or_early_6cZum Fische-Vollmond im August hatte ich wegen des Asteroiden Glaukos auf den Seegott Glaukos hingewiesen, der eine Verbindung von Neptun (Poseidon) zu Zeus (Neptun)herstellte, die im Vollmondhoroskop in Opposition zueinander standen. Auch wies ich darauf hin, dass dieser Asteroid zu den Jupiter-Trojanern gehört, und eigentlich nach Glaukos, einem im Krieg getöteten Sohn des trojanischen Königs Priamos benannt wurde. Den trojanischen Krieg wollte ich mir gern ersparen, weil es ein einziges Hin und Her der Schlachten, mal der Menschen, mal der Götter, ist, wahnsinnig unübersichtlich. Dieser Neumond aber lässt mich daran nicht mehr vorbeikommen. Denn Herrscher des Neumonds ist Merkur. Und der steht in genauer Konjunktion mit dem Asteroiden Iris.iris_schautafel-r0b13fd4de5914bb3800bb67791b3fb66_ar56b_8byvr_512 Iris übernimmt in Homers Ilias, der Sage über den trojanischen Krieg, die Funktion der Götterbotin. In späteren Werken übernimmt das Hermes (Merkur). Beide haben geflügelte Füße. Iris ist schnell wie der Wind und eilt – zumeist in Zeus‘ Auftrag – zwischen den Kriegsparteien hin und her, um Botschaften zu übermitteln. In aller Regel sind das Aufforderungen, Frieden herzustellen, oder von Rache im Zorn abzusehen. Zorn ist überhaupt ein starkes, durchgängiges Motiv in der Ilias. Immer hat irgendwer einen gerechten Zorn auf irgendwen und gießt weiteres Öl ins Feuer.

Zeus war schon immer auf Seiten der Trojaner. Bevor der trojanische Krieg voll entbrannte, baute Poseidon auf Geheiß Zeus‘ die Mauern um Troja. Allerdings enthielt König Laomedon von Troja Poseidon seinen vereinbarten Lohn vor. Da schickte Poseidon ein Seemonster, um die Mauern wieder zu zerstören und schlug sich auf die Seite der Griechen (Achaier). Bis Zeus am Ende der vielen Verwicklungen und Schlachten Iris zu ihm schickt. Die hat neben der eigentlichen Botschaft noch ein paar Extraworte für Poseidon: Jeder der gegen besseres Wissen und Zeus‘ Befehl seinen Kriegskurs beibehält, wird von den Erinnyen verfolgt. Die sorgen dafür, dass man seines Lebens vor lauter Schuldgefühlen und Gewissensbissen nicht mehr froh wird. Dieses (karmische!) Gerechtigkeitsbewusstsein der Götterbotin beeindruckt Poseidon, so dass er Zeus Botschaft annimmt.

Kurz vor Ende des Krieges gibt es noch prominente Opfer unter den menschlichen Kriegsparteien: Patroklos, Freund des Griechen Achilles wird von den Trojanern getötet, Hektor, Sohn des trojanischen Königs Priamos von den Griechen. Achilles und Priamos sind voller Zorn und Rachegedanken aufeinander. Bis eine Begegnung der beiden ihnen bewußt macht, dass sie mehr vereint als trennt: der Verlust (Chiron) geliebter Menschen.

Die „Trojaner“ genannten Asteroiden sind interessant: sie bewegen sich in einem festen Abstand vor, bzw. nach einem Planeten auf dessen Umlaufbahn um die Sonne. Die Jupiter-Trojaner wurden nach Protagonisten des trojanischen Kriegs benannt: die vorauseilenden nach den Griechen (ausser dem trojanischen Hektor, den sie töteten) und die nacheilenden nach den Trojanern (ausser dem Griechen Patroklos, den diese wiederum töteten.).

Durch diesen festen Abstand, bewegt sich zum Beispiel Diomedes fast im Quadrat zu Jupiter. An dieser Stelle kommt auch Venus ins Spiel. Denn Venus (griechisch Aphrodite) bildet durch ihre gerade beendete Rückläufigkeit eine dreimalige Konjunktion mit Jupiter. Dadurch gerät sie aber zwischen die Fronten der Trojaner, denn zwangsläufig bildet sie damit auch ein Quadrat zum Asteroiden Diomedes.

Venus_supported_by_Iris,_complaining_to_Mars_1820In der Ilias wird Aphrodite im Eifer des Gefechts von Diomedes an der Hand verletzt. Sie wollte ihren Sohn retten , der in dieser Schlacht auch schon verletzt wurde. Die Götterbotin Iris, diesmal ganz ohne Auftrag, kommt ihr zu Hilfe. Aphrodite erfleht von Ares (Mars), der an dieser Schlacht natürlich auch beteiligt war (Mars/Venus- Konjunktion am 1. September!) , dessen Streitwagen, den Iris mit Aphrodite darin dann zum Olymp lenkt. Dort wird sie von einigen Göttern, zum Beispiel Athene und Zeus, verlacht, weil sie als Frau sich in den Krieg eingemischt hatte. Hera, Zeus‘ Frau dagegen versucht sie zu trösten, indem sie aufzählt, wie viele andere, starke Götter auch schon Blessuren davongetragen haben…

Asteroid Iris und Planet Merkur stehen im Neumondhoroskop im Sextil zur Venus. Hier wird die Erste Hilfe, die Iris der Aphrodite leistet schön abgebildet.

Iris/Merkur stehen aber auch im sehr genauen Quadrat zu Pluto und dem Asteroid Poseidon. Diesen zu überzeugen wird also deutlich schwieriger werden. Aber Iris hatte mit den Erinnyen ja überzeugende Argumente, wie wir schon gesehen haben. Poseidons Parteinahme im trojanischen Krieg wird gerade auch aktiviert: Pluto und Poseidon im Steinbock stehen den trojanischen Trojaner-Asteroiden um Priamos im Krebs in Opposition gegenüber. Den griechischen Trojaner-Asteroiden um Achilles steht er aber im hilfreichen Sextil zur Seite. Pluto (Hades) und Poseidon, die beiden Brüder, mit denen sich Zeus die Welt aufgeteilt hatte (Zeus den Himmel, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt), stellen sich hier gemeinsam gegen dessen Pläne. Neptun verkörpert auch Poseidon mit seinem römischen Namen. Er steht Jupiter gegenüber, konfrontiert ihn also. Der Zorn und die Wut über den Verrat beim Mauerbau dürfte groß sein. Aber auch der Schmerz um die Opfer, die er in der Konsequenz verlangte. Denn ob die Mauer eine ursprüglich gute Idee war, sei mal auch dahingestellt…

Der „Westen“ hat auch so eine Mauer. Lange war sie nicht so sichtbar wie jetzt. Durch wirtschaftliche Knebelverträge (nach dem Muster von TTIP!) mit Ländern der „dritten Welt“ wird der Wohlstand im eigenen Raum gesichert, und Armut und Arbeitslosigkeit exportiert. Importe werden erschwert, Exporte erleichtert. Inzwischen exportieren wir sogar unseren Elektroschrott, Altkleider und Fleischabfälle in Länder, in denen damit die eigene Produktion vor Ort vollends zum Erliegen kommt. Viele Länder können deshalb ohne (teure) Importe die Ernährung der Bevölkerung nicht mehr sichern. In anderen Gegenden wird Krieg um Ressourcen und regionale Macht mit Waffenexporten und Unterstützung von Rebellengruppen befeuert und teilweise aktiv eingegriffen, so dass dort „Failed States“ entstanden sind, in denen kein menschenwürdiges Leben mehr möglich ist. Kein Wunder also, dass der zornige, fundamentalistische Islamismus entstanden ist, und mit dem IS sein bisher grauenhaftestes Gesicht zeigt. Auch kein Wunder, dass die Menschen sich zu uns auf den Weg machen und Hilfe suchen. Und Möglichkeiten zu einem Leben in Würde. Und Teilhabe an dem Wohlstand, der auf ihre Kosten anderswo entstanden ist.

Zwischen den USA und Lateinamerika gibt es schon eine richtige Mauer. Nun wird diese auch in Europa materialisiert: Mazedonien versucht einen Zaun zu errichten, Ungarn tut es. Die Rettungsorganisation für Flüchtlinge in Seennot im Mittelmeer „Mare Nostrum“ wurde abgelöst von der europäischen Grenzsicherungsorganisation „Frontex“, und Ideen, militärisch gegen Schlepperboote vorzugehen, als seien die die Ursache.

Aber an den Grenzen Europas, die man jetzt sichern will, ist das Problem nicht entstanden. Auch nicht durch die Schlepper. Auch nicht durch Unfähigkeit der Flüchtenden, an ihrem Heimatort etwas aufzubauen. Das könnten diese sehr wohl. Das haben die meisten auch, aber es wurde ihnen genommen.

Das ist Verrat an einem großen Teil der Menschheit, der oft Jahrzehnte , ja Jahrhunderte mitgeholfen hat, unseren Wohlstand erst zu ermöglichen.

Und noch eine Mauer wird wieder errichtet: Der Kalte Krieg zwischen dem Westen und Russland ist wieder da. Die Ukraine will einen Zaun um ihre Grenzen nach Russland bauen. Nach den Jahrzehnten der Entspannung hat die NATO mit der Osterweiterung der EU den Ring um Russland immer enger gezogen. Das ist tatsächlich Verrat und gegen alle Abmachungen von damals, als Gorbatschow mit Glasnost die Annährung überhaupt erst ermöglicht hat.

Götterbotin Iris eilt nun von einer Partei zur nächsten und versucht überall ihre Friedensbotschaft anzubringen. Sie rettet die Mitmenschlichkeit und die Empathie, indem sie Aphrodite aus der Schlacht rettet: Venus, die sich erst kürzlich noch mit Löwe-Mars auf eine Seite geschlagen hat (Mars/Venus-Konjunktion). In diesem Verbund stand sie zwar für Sympathie: für die eigenen Leute ja, die anderen sollen aber draußen bleiben. Oder auch für ganz persönliche Selbstbezogenheit. Mein Haus, mein Boot, meine Pferdepflegerin! Der weinenden Aphrodite wird auf dem Olymp nun nahegebracht, dass sie nicht die Einzige ist, die Blessuren davongetragen hat. Was alle von Iris besuchte Streitparteien eint, ist Chiron, der Verluste, Verletzungen und Opfer anzeigt. Chiron, der im übrigen typischerweise solche Schwächen anzeigt, die schon lange da waren, aber erst jetzt bewusst werden. Vielleicht weil das Maß voll war. Weil man nicht noch mehr tragen könnte, aber dies nun auch noch erwartet wird.

Es ist keine schlechte Idee, die eigene Opferbereitschaft und Helfersyndrome zu überprüfen. Ist es wirklich nötig für den Erhalt von Freundschaften, dass man ständig zubuttert? Man mag das lange Zeit gern und freiwillig gemacht haben, aber jetzt kommt vielleicht der Tag, wo dies erwartet und eingefordert wird. Oder wo einem bewusst wird, dass dies längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist und von den Anderen quasi schon mit eingeplant statt gewürdigt wird. Dann muss man sich an die eigenen Nase fassen und einen Weg finden, diese Opferbereitschaft bei sich selbst einzugrenzen, oder diplomatische Worte finden, eine angemessene Anerkennung dafür zu fordern. Das erfordert ein neues Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Ein Selbstwertgefühl, aus dem heraus man es nicht nötig hat, auf noch Schwächere einzuschlagen, um sich dort vermeintlich zu holen, was einem selbst vorenthalten wurde.

Und die jungfräuliche Reinheit gilt es zu überprüfen: wo ist mein blinder Fleck? Wo möchte ich die Konsequenzen meines Handelns nicht sehen? Ist nicht das Unangenehme, das mir aussen begegnet, nicht ein ungeliebter, abgespaltener Teil meiner selbst? Ist mein Horizont zu eng und begrenzt? Das mag als Arbeitstitel zeitweilig nötig sein, um sich auf bestimmte, gerade anstehende Dinge konzentrieren zu können, aber der Moment muss kommen, wo man auch wieder über seinen Tellerrand sieht und die Dinge in größeren Zusammenhängen betrachtet (Fische mit  Neptun und Chiron). Was spielt sich ausserhalb meiner kleinen, heilen Welt ab? Gewissensbisse und Schuldgefühle (die Erinnyen) sind unangenehm, wenn sie begründet sind, können sie aber auch dazu führen, sein Handeln entsprechend zu korrigieren.

Die sabischen Symbole:

Sonne und Mond: „Eine Mädchen-Basketballmannschaft.“ Perfekt! Hier geht es um sportliche Fairness (Iris, Waage). Jeder hat in einer solchen Mannschaftssportart einen Platz, in dem er seine Fähigkeiten am besten zum Ausdruck bringen kann. Und an dem er am bestem zum Gelingen des Großen Ganzen beitragen kann. Man spielt nach klaren Regeln. Fouls und unerlaubte Abkürzungen Einzelner werden geahndet. Es gibt Schiedsrichter, die dafür sorgen, dass es fair zugeht und jede Mannschaft ihre berechtigte Chance bekommt. Dass es auch noch eine Mädchenmannschaft ist, zeigt ein hohes Maß an Integration. Elsie Wheeler hat die sabischen Symbole „empfangen“, als Emanzipation noch nicht so weit fortgeschritten war wie heute, und Mädchen in Männersportarten etwas Fortschrittliches waren. Heute haben wir noch weitere Formen der Integration und Gleichstellung zu schaffen. Klar, dies ist eine ideale Beschreibung der Sportart. Es gibt immer Verletzungen der Regeln im wahren Leben. Aber für die Zielsetzung bei einem Neumond doch ein sehr schönes Ideal?

Allerdings stehen Sonne und Mond noch mit einem Bein im vorigen Tierkreisgrad. Die Scheiben von beiden ragen noch hinüber: „Eine Autoschlange.“ (In manchen Fortschreibungen auch „Eine Schlange von Wohnwagen auf dem Weg in gelobte Länder“). Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist immer grüner… Das sind auch die aktuellen weltweiten Migrationsströme! Die zu integrieren (in die Mädchen-Basketballmannschaft) wird eine Aufgabe sein! Wobei sich der Westen als Migrationsziel (gelobte Länder) aber auch in ein faires Weltgefüge integrieren muss. Wir sehen ja jetzt überdeutlich was passiert, wenn das nicht der Fall ist…

11156349_10153269086169401_1538368456508480572_nChirons Tierkreisgrad ist „Ein zum Abendessen gedeckter Tisch.“. Sehr schön. Da werden Menschen erwartet, die sich am Ende des Tages zusammensetzen und ihre Erlebnisse erzählen. Und in Ruhe über alles reden, was tagsüber vorgefallen ist. Mit einem gewissen inneren Abstand zu den Tagesgeschäften und Ärgernissen. Auch ist es der gedeckte Tisch für die, die alles verloren oder zurückgelassen haben. Durch die Opposition zum Neumond erscheint diese Aufnahmebereitschaft manchem vielleicht zu viel verlangt. Andere überschwemmt das Mitleid und macht Dinge möglich, die man nicht für möglich gehalten hat. Migrationsforscher sagen übrigens, die Mauern erhöhen den Anteil der Zuwanderer innerhalb erheblich, weil diese nicht mehr gehen, weil zu kommen schon so schwer war. Wären die Grenzen offen, würden viele liebend gern bald wieder nach Hause gehen…(Videotipp: die „Monitor“-Sendung vom 2.9.2015!)

Asteroid Pholus (ein Kentauer) steht im Quadrat zu Neumond und Chiron, und zwar auf dem Tierkreisgrad „IN NEW YORK HEISST ELLIS ISLAND DIE IMMIGRANTEN WILLKOMMEN“. Na so ein Zufall!? Pholus hatte Herkules bewirtet und ihm Wein genehmigt, der eigentlich den anderen Kentauern vermacht worden war. Das gab prompt Krach und Pholus wurde im Getümmel getötet. Chiron hat daher seine nicht heilende Wunde… Ich glaube dazu muss man nicht viel sagen. Es stellt sehr schön die rechtsterroristischen Anschläge auf Flüchtlingsheime dar…

843_640x480Venus steht auf dem Tierkreisgrad „Ein Regenbogen.“. Merkur und Iris im Sextil dazu auf „Kreisbahnen.“. Interessant! Ein Regenbogen entsteht nach dem Sturm und gilt als Friedenszeichen. Venus/Aphrodite wurde von Iris aus der Schlacht gerettet. Iris‘ Weg zum Olymp ist der Regenbogen. Und Regenbogen sehen wir zwar als Halbkreis, das vollständige, irisierende Wassertropfenphänomen ist aber immer ringförmig, zum Beispiel Halos, Glorien etc.. Regenbogen entstehen in Luft und Wasser – Intellekt und Mitgefühl. Eine wirklich Hoffnung gebende Friedensbotschaft!

Pluto und Poseidon stehen auf „Ein altes, in Granit gemeißeltes Steinrelief. “ und
„Ein Feueranbeter. „. Die beiden tun sich hier zusammen auf der Suche nach des Pudels Kern. denn Pluto geht in Kürze auch auf den Feueranbeter-Grad, bevor er dort anhält und wieder direktläufig wird. In Stein gemeißelte fixe Ideen, wie die Dinge richtig und gut sind haben zum Erstarren geführt, zur Konfrontation. Zum lebensfeindlichen Ausschluss alles Lebendigen. Zur Unfruchtbarkeit. Zur Abspaltung dessen, was nicht diesen Idealen entspricht. Sündenböcke sind da nicht weit. Und spiegeln gern von außen das wieder, was man an sich selbst zu leugnen versucht. Der Versuch diese zu vernichten muss scheitern. Denn es ist ein Kampf gegen sich selbst. Ein Spiegelgefecht. Man betrachte die westlichen Vorwürfe gegen Russland und den Kampf gegen ISIS einmal unter diesem Aspekt. Und unter Saturn (noch immer im Skorpion, die Geister die ich rief)… Aber Iris und Merkur bringen ja eine Friedensbotschaft. Merkur, der in Kürze rückläufig wird, besucht Pluto noch zweimal in diesem Herbst. Die Botschaft kommt von Zeus (Jupiter). Jupiter und Pluto treffen sich beim nächsten Neumond (12.10.2015) zum ersten von drei Trigonen, die sich bis in das kommende Jahr ziehen. Beim ersten Trigon ist auch Poseidon noch dabei. Noch mehr Hoffnung auf ein Ende des trojanischen Kriegs …

135.513.047Jupiter/Zeus steht auf dem Tierkreisgrad „Die erste Tanzstunde. “ Das ist nett, denn es bedeutet, er kommt von seinem hohen Ross (Olymp) runter und lässt sich auch mal etwas sagen. Es ist auch ein Schritt in Richtung Harmonie (Tanz, Musik), und damit zu Frieden. It takes two to Tango! Und es bedeutet, es ist eine Lernaufgabe. Bis man vom Anfängerkurs in die Profitänzer-Liga kommt, ist es ein weiter Weg. Aber wie war das: „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen… ein… riesiger Sprung für die Menschheit.“…

Saroszyklus

Saros 125 solarDie Sonnenfinsternis gehört in den Saros-Zyklus 125. Der hatte seinen Ursprung am 4. Februar 1060 und hat seine Hoch-Zeit schon lange hinter sich (totale Finsternisse im 13. und 14. Jahrhundert, Wechsel vom Hoch- zum Spätmittelalter, Kreuzzüge) . Dennoch reicht der Zyklus noch weitere 300 Jahre in die Zukunft, in denen er mit immer kleiner werdenden Finsternissen alle 18 Jahre ausklingt. Im „Geburtshoroskop“ dieses Zyklus findet sich eine Konjunktion des retrograden Merkur mit Pluto im Wassermann im Fokus eines T-Quadrats mit Mars im Stier und Uranus im Schützen. Kreuzzüge. Fixe Ideen. Kampf um Glaube und Ideologien. „Clash der Kulturen„. Machtkämpfe unter dem Deckmantel religiöser oder ideologischer Auseinandersetzungen. Ganz schlechte diplomatische Fähigkeiten… Einen Merkur-Pluto-Kontakt haben wir diesmal wieder. Diesmal aber in einem vielversprechenderen, diplomatischeren Kontext…

saros2Die Sonnen- und Mondfinsternisse dieses Jahres gehören zwar jeder einem eigenen Zyklus an, sie kommen aber immer in gleicher Gruppierung, alle 18 Jahre, 11 Tage und 8 Stunden und verschieben sich um etwa 10° im Tierkreis. Solange, bis ein Saroszyklus endet und ein neuer dafür entsteht. Die letzten Finsternisse dieses Zyklus waren 1925, 1943, 1961, 1979 und 1997. Vielleicht findet sich da ja ein roter Faden?

1925 wurden die Verträge von Locarno vorbereitet, in denen Deutschland in den Völkerbund aufgenommen wurde und die Grenzen nach dem ersten Weltkrieg garantiert wurden. Hitler schrieb „Mein Kampf“ und die NSDAP wurde gegründet. Der Schah von Persien trat sein Amt an.

1943 trafen sich die Truman, Churchill und Stalin zur Teheran-Konferenz und berieten, wie sie Deutschland, das gerade den „totalen Krieg“ ausgerufen hatte, besiegen,  den Krieg beenden und Deutschland aufteilen wollten, was dann im Folgejahr auch (fast) so passierte.

1961 wurde die Berliner Mauer gebaut und wir bekamen die Kuba-Krise. Vor diesem Hintergrund entwickelten Egon Bahr und Willy Brandt die Entspannungspolitik.

1979 gilt als ein Schlüsseljahr für die Entwicklung des fundamentalistischen Islamismus. Damals wurde der Schah gestürzt, die Geiselkrise begann, die große Moschee in Mekka wurde besetzt und die Sowjetunion fiel in Afganistan ein, in dem die CIA schon verschiedene Mudjaheddin-Gruppen aufgestachelt hatte.

1997 wurde die EU-Osterweiterung im Vertrag von Amsterdam geregelt.

Und 2015 rücken all diese Grenzen wieder in den Fokus…

Diese Finsternis holt uns vielleicht ins Bewusstsein, dass das, was wir heute erleben, nichts Unbekanntes ist, und eine lange Vorgeschichte mit Ursachen und Wirkungen hat. Und mit Opfern auf ALLEN Seiten. Hoffen wir auf die Fähigkeiten der Götterbotin Iris, die allen aktuell beteiligten Streithähnen ins Gewissen redet.

Die Tageskarten:

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Die Tageskarten des Neumonds sind „Die Kaiserin“, „Der Gehängte“ und „Das Universum“.

Die Kaiserin steht für Venus/Aphrodite, die weibliche Eigenschaften, das empathische Selbstwertgefühl. Liebe deinen Nächsten WIE DICH SELBST! Fürsorge für Schwächere. Aber auch: Achtsamkeit mit selbst. Denn wer stets über seine eigenen Kräfte und Verhältnisse lebt, und sei es nur um Anderen zu helfen, bürdet sich am Ende selbst den Anderen auf, oder wirft es den Anderen vor, obwohl es eine eigene Entscheidung war. Die Fülle einer in sich ruhenden, integrierten Persönlichkeit, die grenzenlos geben und nähren kann: mit Liebe.

„Der Gehängte“ empfindet sich als Opfer einer Situation. Wie man auf der Abbildung aber gut sehen kann, hängt er bequem. Nur an einem Bein angebunden. Wenn er wirklich will, kann er sich losmachen. In dem Moment, wo er das tut, wendet sich die Sichtweise um 180 Grad. Man erkennt den eigenen Anteil an der Situation und erkennt vor allem die Chancen, die darin stecken, wenn man seine begrenzte Sichtweise verlässt und auch einmal die Position des anderen einnimmt. Solange er sich „hängen lasst“, bleibt es bei einer Pattsituation, in der nichts mehr geht.

„Das Universum“ vereint alle Sichtweisen in sich. Es vereint Männliches und Weibliches im abgebildeten tanzenden Hermaphrodit. Jeder hat seinen Platz im Universum, niemand hat mehr oder weniger Anrecht auf seinen Platz als irgendein anderer. Ein Blick in den nächtlichen Sternenhimmel gibt ein Gefühl dafür wie groß es ist, wie klein man selbst. Da sollte wirklich Platz sein für alle…

Interessante Zeitqualität, oder?
Wenn der abnehmende Mond ganz vom Himmel verschwunden ist, kommen diese Themen an die Oberfläche. Wenn sich die feine Mondsichel wieder zeigt, können wir unsere Schlüsse ziehen und Ziele setzen. Da Finsternisse immer mindestens ein halbes Jahr wirksam sind, können wir auf diesen Winter und Iris‘ Vermittlungsgeschick gespannt sein…

Nicht jeder ist von allen Aspekten des Neumonds direkt betroffen. Wenn der Neumond oder andere „Keyplayer“ des Neumondhoroskops aber persönliche Horoskopfaktoren aspektieren, wird er sich bemerkbar machen. Je nach Häuserverteilung in gänzlich unterschiedlichen Lebensbereichen. Interessant vielleicht auch ein Blick zurück in den Saros-Zyklus: was war 1979, 1997 im eigenen Leben aktuell? Wer dem gern auf die Spur kommen möchte, ist herzlich eingeladen, eine persönliche Beratung bei mir zu buchen!

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Dies ist eine wunderschön illustrierte spirituelle Geschichte von Hermann Hesse, die man kaum kennt:

Wer mehr über Saroszyklen wissen möchte, findet hier Interessantes:

Der große Förderer der Deutschen Stiftung Friedensforschung und Mitstreiter von Willy Brandts Entspannungspolitik:

Und noch ein paar Friedensforscher:

2 Gedanken zu “Neumond im September – Friedensforschung

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