Januar 2018: Mondfinsternis im Löwen – Muttidämmerung und Zwergenaufstand

Der Löwe-Vollmond am 31. Januar 2018 hat es in sich, er ist ein Super Blue Blood Moon. Eine Mondfinsternis, am erdnächsten Punkt der Mondlaufbahn und dazu noch der zweite im Monat. Das gab es seit 150 Jahren nicht mehr. Mond am aufsteigenden Mondknoten und noch dazu in Konjunktion zu Zwergplanet Ceres:  geballte, königlich-blaubütige Mütterlichkeit steht hier im Fokus. Oder in Frage gestellt?

Der Vollmond, weit weg von der Sonne, in Opposition zu ihr, steht in voller Kraft, im Gegensatz zum Neumond, dessen Qualitäten quasi von der Sonne verbrannt werden. Dort überwiegen die Gedankenkräfte, der Geist, die Vernunft. Besonders beim vorangegangenen Neumond („Wahnsinn mit Methode“) kann man dies voraussetzen, denn er fand im Steinbock statt und war von einem Saturn regiert, der gerade frisch in sein eigenes Zeichen gewechselt war. Ganz besonders schwer wogen da Verantwortung und Vernunft auf Mond und Venus, noch dazu mit Durchhalteparolen „eingepeitscht“ von Skorpion-Mars und -Jupiter, die schwer loslassen können, wenn sie sich einmal auf etwas (leidenschaftlich oder aus machtpolitischen Überlegungen) eingeschossen haben. Uranus schoss da quer mit seinem Quadrat zum Neumond. Es gab viele (innere) Stimmen, die aus dem Alten ausbrechen wollten. Dennoch war die Grundstimmung erst einmal, den alten Pakt noch einmal zu erneuern. Neue Einwände und Ideen sollten größtmöglich berücksichtigt werden, um ein neues Gleichgewicht zu finden. Schauen wir, was jetzt, am Höhepunkt dieses Mondzyklus daraus wird.

Zunächst einmal: eine Mondfinsternis ist immer eine Art Blackout. Die besondere Kraft des Vollmondes wird durch den von Sonne und Erde verursachten Schatten gedämpft, es kommt zu einer Unterbrechung des normalen Ablaufes. In der kurzen Zeit der Verdunkelung kann sich das Blatt überraschend wenden. Es tauchen Schatten auf, möglicherweise auch innere, die man nicht auf dem Plan hatte. Das kann gut oder schlecht sein, es kommt -wie so oft- darauf an, was man daraus macht. Und wie man die neuen Kräfte integrieren kann, um das Ziel vielleicht doch noch erreichen zu können.

Diese Mondfinsternis ist eine von einer Reihe von Eklipsen, die auf der Löwe-Wassermann-Achse stattfinden (August 2017 bis Juli 2018). Der Wechsel kann sich also durchaus etwas hinziehen, bzw. in Etappen vonstattengehen.

Aber nicht nur durch den Mond, der dabei für spektakuläre Finsternisse sorgt,  sondern mit jedem Planet, der die Mondknotenachse überquert, geht ein Wechsel der Zeitqualität einher. Dies betrifft in diesem Horoskop insbesondere Venus direkt am südlichen Mondknoten.

Venus im Wassermann löst sich gerade aus der Konjunktion mit der Sonne.  Dennoch, mit 5° Distanz ist Venus noch stark im Fokus der Opposition, der man etwa 10° Abweichung zugesteht. Der Konflikt zwischen den beiden weiblichen Prinzipien, Mütterlichkeit (Mond) du Verführungskunst (Venus) setzt sich also auf einem anderen Level (Löwe/Wassermann statt Steinbock) fort. Der Mond im Löwen bekommt herrschaftliche, um nicht zu sagen herrische Züge, während Venus im Wassermann unabhängig und freigeistig wird. Sie steht hier auch für soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit, für Demokratie und Gleichberechtigung. Im Steinbock waren Mond und Venus in einer unseligen Bindung aneinander gekettet, und man kannte sie kaum noch auseinander. Trauer und Depression um die Ausweglosigkeit und die verlorene Eigenständigkeit prägten das Bild. Im Vollmondhoroskop nehmen nun beide ihren Degen und grenzen sich gegeneinander ab. Das muss kein Nachteil sein, so wie eine Opposition nicht unbedingt negativ zu sehen ist. Es ist vor allem einmal sehr viel energetischer, als so mancher harmonische Aspekt, der oft bestehende Verhältnisse erhält, auch wenn sie nicht mehr zuträglich sind. In der Zeit der Verdunkelung des Mondes bekommt Venus eine Chance sich (von diesem) zu emanzipieren.

Stark (weil genau) im Vollmondhoroskop ist auch das Sextil von Jupiter und Pluto, die also noch immer an der Skorpion/Steinbock-Übereinkunft und vor allem an machtpolitischen Überlegungen des Neumonds festhalten. Besser gesagt, bei Skorpion-Jupiter kann man immer mit Ambitionen zur Vergrößerung, zur Ausweitung der Macht (Steinbock-Pluto) rechnen.

Auffällig sind auch die beiden Quinkunxe zum Mond, von Fische-Neptun und Steinbock-Lilith. Normalerweise vertragen sich Lilith und Neptun, jede/r auf seine/ihre Weise, gut mit dem Mond. Die Zeichen Steinbock und Fische dagegen haben mit Löwe keine Verträge. Steinbock ist dem Löwen zu rigide und unterdrückend, Fische sind ihm zu substanzlos, nicht greifbar. Steinbock hindert den Löwen, sich nach seinem Belieben auszuleben, zu inszenieren oder gar zu inthronieren, Fische verwirren ihn mit ihrer Gefühlsduselei und unklaren Positionierung. Neptun verschärft diese Konturlosigkeit und Lilith gibt entweder den Sündenbock oder die beleidigte Leberwurst. Bitte nicht falsch verstehen, für sich gesehen ist mit jeder dieser Horoskopkomponenten mindestens so viel Positives verbunden – die relativ negative Bedeutung kommt durch die Kombination und die Quinkunxverbindungen. Man kann es ja auch positiv formulieren: um am Ende den Thron besteigen zu können, muss man sich klar positionieren und darf sich nicht drücken, Niederlagen zu analysieren, auszuwerten und vernünftige Konsequenzen daraus zu ziehen. Tut man dies, kann eine ansonsten anstrengende Steinbock-Lilith zu Hochform auflaufen und zu einer echten Leitfigur mit Führungsqualitäten werden.

Asteroiden

Besonders stark ist die Stellung von Ceres in genauer Konjunktion mit dem Mond. Die römische Ceres entspricht der griechischen Demeter. Beide werden gern mit landwirtschaftlichen Attributen abgebildet, vor allem mit einem Strauß Ähren. Dies weist auf ihre Funktion als Göttin der Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten. Demeter ist eine der zwölf olympischen Götter. Und sie wird als Mutter von Dionysos, römisch Bacchus gehandelt (neben anderen Überlieferungen).

Der Asteroid Bacchus spielte die leitende Rolle im Neumondhoroskop und ist nun immer noch nahe bei der Sonne, also jetzt in Opposition zu Ceres und Mond. Im Neumondhoroskop hat er mit Uranus zusammen das Rumpelstilzchen gegeben, das sich den vorgegebenen Strukturen widersetzen will. Es sollte geprüft werden, inwieweit die eigene Kreativität, ja Identität, sich noch mit der Gruppe, der Gesellschaft, den bestehenden Strukturen verträgt.  Konnte man sie für alle gewinnbringend einbringen oder wird sie unterdrückt, wenn man sich weiterhin fügt? Ein (innerer) Aufruhr legt los, wenn man den Pakt jetzt erneuert. Ceres stand schon damals am nördlichen Mondknoten, also dort, wo die Reise hingehen sollte: sich fügen in den Kirchenchor, keine Freestyle-Soli unter freiem Himmel. Ceres und Bacchus, bzw. der Neumond, standen in Quinkunx zueinander, also keine direkte Auseinandersetzung, sondern eher ein Umeinanderherumschleichen und Ausprobieren wie nah man sich kommen (oder bleiben) kann, ohne dass eine Revolte losbricht. Was ist daraus nun geworden?

Ich würde sagen, das Schleichen hat ein Ende! Die Fronten sind nun klar. Mond und Ceres stehen Sonne, Venus und Bacchus offen gegenüber. Alle zusammen werden von Uranus beherrscht. Der Konflikt tritt nun offen zutage. Zu einer Einigung wird man so nicht ohne weiteres kommen, auch wenn Uranus selbst wieder von Mars und Jupiter, und ganz am Ende sogar von Saturn beherrscht wird, die ja eigentlich für die Erhaltung des Status quo standen. Mars ist aber inzwischen in den Schützen gewechselt, es kommt hier also zur offenen Auseinandersetzung, aber möglicherweise weniger zur klaren Abgrenzungen, sondern eher zu gegenseitigen Schuldzuweisungen (Saturn und Pluto im Steinbock). Man hat Mühe, sich auseinanderzudividieren, nachdem man schon so lange, zu lange vermutlich, gute Miene zum bösen, gemeinsamen Spiel gemacht hat. Ein Spiel, dass natürlich Vorteile gebracht hat, die man nun verlieren könnte, wenn man der Wassermannsonne folgt. Machtanteile stehen auf dem Spiel.

Ceres, die Mutter von Dionysos, mit Betonung auf Mutter, beim Mond, dem mütterlichsten Planeten, den wir haben, steht aber am aufsteigenden Mondknoten. Also immer noch da, wo die Reise hingeht oder hingehen soll. Und Sonne steht damit am absteigenden Mondknoten, also da, wo die Reise herkommt. Aus der individuellen Freiheit, der Moderne und der demokratischen, gleichheitlichen Ideenwelt des Wassermanns geht es hin zur alles beherrschenden Löwe-Ceres-Mutti. Zum Thron. Zum Mitregieren, zum Machterhalt. Die Frage ist immer noch, inwieweit man seine bisherigen, eigenen Standpunkte und Errungenschaften dabei einbringen kann, oder nicht.

Meine Vokabeln werden immer erkennbarer politisch, und Ceres wird hier zur „Mutti Merkel“, um deren fortgesetzte Kanzlerschaft es ja gerade geht. Die Sondierungsgespräche (Neumond) von CDU/CSU und SPD sind nun abgeschlossen und von der SPD mit schwachen 56% abgesegnet. Koalitionsverhandlungen werden jetzt zeigen, ob sich diese der Basis verkaufen lassen, und ob Angela Merkel statt mit „Jamaika“ nun mit einer neuen GroKo als Kanzlerin weiterregieren kann. Sollten die Ergebnisse der jetzt folgenden Koalitionsverhandlungen von den Parteimitgliedern abgesegnet werden, werden beide Parteien noch mehr Federn lassen und an Profil – und damit an späteren Wählern – verlieren. Tun sich zwei Einbeinige (mit schlechten Wahlergebnissen) auf diese Weise zusammen, können beide immer den anderen verantwortlich für das eigene, bzw. das gemeinsame Versagen machen. Lilith hat eine Tendenz, unter Absingen schmutziger Lieder das Feld zu räumen und nicht mehr mitzuspielen, Neptun entzieht sich indem er sich dematerialisiert. Zwei Nebenwirkungen also: sich in der Annäherung verlieren, und/oder sich gegenseitig für das Versagen verantwortlich machen.

Neuwahlen (Sonne im Wassermann) wären eine Option, aber die Angst (Saturn) ist groß, dass man noch weiter in der Wählergunst verliert.  Eine schlimme Zwickmühle. Alternativ dazu könnten SPD oder CDU eine Minderheitsregierung bilden, bei der sie für Gesetzesvorlagen immer bei allen Fraktionen nach Mehrheiten suchen müssten (Sonne im Wassermann!). Aus Stabilitätsgründen lehnen aber beide Parteien diese Lösung ab. Dennoch wäre das eine sehr demokratische Lösung, wie die grüne Politikerin Sonja Karras findet, schon gar bevor man durch Neuwahlen die Regierungsfähigkeit vollends verliert und ganz im Chaos versinkt. Auch könnten so alle Parteien wieder Profil zeigen. Und die Abgeordneten müssten auch mal wieder regelmäßiger an den Tagungen und Abstimmungen teilnehmen, denn es geht dann um etwas. Ziemlich sicher, dass es trotzdem noch Unwägbarkeiten (Neptun/Fische) und Schuldzuweisungen (Lilith/Steinbock) geben, und ein Gleichgewicht nicht einfach zu finden sein wird, aber eine Herausforderung und eine Chance wäre das allemal, wie sogar Malu Dreyer anfänglich befand.

Wie dem auch sei, wenn Mondfinsternisse für Wechsel sorgen, dann könnte es nach der letzten Wahl und den fortgesetzten, bisher ergebnislosen Koalitionsgesprächen mit der Kanzlerschaft Angela Merkels ein Ende nehmen. „Muttidämmerung“, wie es Reiner Kröhnert kürzlich parodiert hat. Ceres/Demeter ist ja auch die Mutter von Proserpina/Persephone, über deren Verlust an die Unterwelt sie regelmässig trauert. Sie repräsentiert das Werden und Vergehen in der Natur, der Wechsel der Jahreszeiten. Dadurch ist Ceres geradezu prädestiniert für einen notwendigen Wechsel, der mit der Mondfinsternis nun stattfinden kann.

Ähnlich demokratisch und ergebnisoffen wird man in seinen privaten Unternehmungen auch vorgehen müssen, bevor man die Situation gar nicht mehr beherrscht (Löwe). Man wird Eigenverantwortung zeigen und Überzeugungsarbeit leisten müssen. Man wird beweisen müssen, dass man Führungsqualitäten und zukunftsträchtige Visionen, die die Menschen einen, besitzt. Man wird viele Dinge, Menschen und Meinungen unter einen Hut bekommen, also auch integrativen Charakter haben müssen. Hat man keine einigende Vision, ist das wie einen Sack Flöhe hüten und man verliert vielleicht die Führungsrolle.  Schafft man es aber, mit gutem, souveränen (Löwe) Beispiel voranzugehen und wohlüberlegt auch Verantwortung zu delegieren, werden viele schon von ganz allein folgen.

Ein anderer Aspekt der Löwe-Ceres beim Vollmond ist die Königinmutter. Das Märchen Schneewittchen drängt sich hier auf. Schneewittchens Königinmutter unternimmt alles, um sich selbst den Thron zu erhalten und weiterhin die Leitrolle zu spielen („bin ich die Schönste im ganzen Land?“).  Die Tochter wird mit perfiden Methoden kleingehalten und ihr Selbstwertgefühl untergraben, so dass sie keine Gefahr für die Regentschaft der Mutter werden kann. Aber sie kann diese Rolle nicht endlos spielen, eines Tages wird Schneewittchen, mithilfe der sieben Zwerge, erwachsen und findet den Prinz/zu sich selbst. Im Horoskop: Venus kann dann ihre Verführungskünste (Freiheit, Eigenständigkeit, Gleichheit) für sich selbst einsetzen, statt sich symbiotisch in der Mutter/dem Mond zu verlieren, wie noch zur Zeit des Neumonds (Venus/Mond/Sonne-Konjunktion im Steinbock). Die helfenden Zwerge im Märchen werden gern mit der Erde in Verbindung gebracht, weil sie im Bergbau arbeiten, also wieder ein Bezug zu Ceres als Mutter Erde und all den aktuellen Umweltproblemen. Rumpelstilzchen dagegen, auch ein Zwerg, probt den Aufstand. Witzig: der gegenwärtig starke Aufruhr an der SPD-Basis  und bei den JUSOs gegen die GroKo wird von der CSU Zwergenaufstand genannt

Lunarer Saros-Zyklus 124

Das Horoskop der ersten Mondfinsternis in diesem Saroszyklus weist ein sehr genaues T-Quadrat mit Neptun und Pluto auf, Mond gerade in den Fischen, Pluto gerade in den Zwillingen und Neptun gerade noch im Skorpion. Hier geht es sicher um Macht, aber mit unlauteren Mitteln erhalten. Im Verborgenen lauert die Gefahr, dass diese Mittel auffliegen. Oder dass das ursprünglich so eindeutige Ziel (Sonne in Jungfrau) nicht mehr erreichbar ist, obwohl doch alles so gut organisiert war.

Im Jahre 1152, dem Jahr der ersten Finsternis in diesem Saros-Zyklus, starb Konrad, der Dritte, und statt seines Sohnes, den Konrad vorgesehen hatte, und dessen Amtsantritt er schon vorbereitet hatte, wählten die Reichsfürsten Konrads Neffen, Friedrich von Schwaben zum König, Barbarossa.

Interessant auch, während der letzten Mondfinsternis dieses Zyklus‘ wurde die CDU-Spendenaffäre aufgedeckt und die damalige Generalsekretärin Merkel forderte die Mitglieder zum Ausschluss des Ehrenvorsitzenden Helmut Kohl. Zwei Tage vor der Finsternis legt Kohl das Amt dann freiwillig nieder. Wenn das nicht auch ein Zwergenaufstand war! Damals der Beginn und jetzt das Ende der Ära Merkel?

Die sabischen Symbole

Der Vollmond und Ceres stehen auf dem Tierkreisgrad mit dem Symbol „Eine abendliche Gartenparty“. Ein sehr entspanntes Symbol, relaxed, gechillt. Das scheint so gar nicht zum Thema zu passen. Auf der anderen Seite kommt man, sobald man erst einmal eine Entscheidung getroffen hat, tatsächlich in einen gechillteren Modus. Auf einer Party spricht jeder mit jedem, man geht von Grüppchen zu Grüppchen und bringt sich überall ein, bzw. nimmt Anregungen von überall mit.  Jedenfalls wenn man ein rechter Partylöwe ist. Wenn man sich ängstlich an seine Peergroup hält, kann so ein Abend auch langweilig sein, oder man bestätigt sich nur immer wieder gegenseitig, wie in einer Echokammer, und lästert vielleicht über die anderen Grüppchen ab. Das ist aber vor allem dann so, wenn man eben nicht souverän für sich selbst einsteht, und sich mutig – und allein – auch den anderen zuwendet. Ich kann allein Ausgehen nur empfehlen, man kann sich „rücksichtslos amüsieren“, so nenne ich das. Man muss sich nicht ständig um die Befindlichkeiten der anderen kümmern, mit denen man sonst gekommen wäre („bin müde, mir ist langweilig, will ins Bett, lass uns woanders hingehen…“). Bezogen auf die Politik entspräche dies einer Minderheitsregierung. Angela Merkel wird Partylöwin. Das könnte sie vielleicht, wenn sie sich erst einmal einen ordentlichen Ruck und das profillose Rumgeeier auf- gibt. Selbst wer ihre Visionen, so sie denn welche vertreten würde, nicht teilen wird, könnte wenigstens argumentativ dagegenhalten, statt in politisch korrekter GroKo-Watte erstickt zu werden. Oh, auch Lobbyisten würden sehr viel mehr Arbeit haben, müssen sie sich doch jetzt um jeden einzelnen Abgeordneten bemühen müssen. Gartenparty eben… Die andere Frage ist: wird man überhaupt eingeladen, wenn man nicht nach den Regeln spielen will? Party bedeutet im Englischen auch Partei. Wird man also Partei ergreifen, und wenn ja wofür? Für sich selbst, für die Gemeinschaft, für Beziehung oder Kinder? Witzig: die Jusos rufen zum Eintritt in die SPD auf, um an der Basis am Ende gegen den Koalitionsvertrag zu stimmen: #TrittEinSagNein! Große SPD-Basis-Party. Hier der Link zum Mitgliedsantrag. Zur Zeit stehen viele Hochzeiten zum Tanzen zur Auswahl!

Die Sonne steht auf „People on Stairs Graduated Upwards“. Ich führe hier absichtlich die englische Originalversion an, weil mir scheint, die Übersetzungen und Interpretationen gehen in eine einseitige Richtung. „Graduated Stairs“ sind Treppen, die sich nach oben verjüngen. Es geht hier nicht allein um unterschiedliche Graduierung der Menschen, je nach erreichter Höhe auf der Treppe. Mein erster Gedanke galt der Potemkin-Treppe in Odessa, die den Hafen mit der Innenstadt verbindet. Aber besonders Treppenaufgänge in historischen öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel der im Kriminalgericht Moabit, drängen sich auf. Der Baustil gaukelt eine Perspektive, und damit eine Bildtiefe vor, die es so gar nicht gibt. Gebäude oder Stadtansichten wirken um einiges imposanter als sie tatsächlich sind. Die Verjüngung nach oben deutet aber auch eine pyramidale Machtstruktur an, oben haben weniger Menschen Platz als weiter unten. Wie das auf Karriereleitern ja auch üblich ist. Und nur wenige Menschen (42 weltweit) besitzen so viel Reichtum wie der Rest darunter zusammen, oder anders ausgedrückt: 1 Prozent der Menschen bezitzen 82% des Weltvermögens, wie Oxfam pünktlich zum Wirtschaftsgipfel in Davos veröffentlichte. Es wird also wirklich eng auf den obersten Stufen. Hier zur Oxfam-Aktion gegen diese extreme Ungleichheit: eMail an die Abgeordneten schreiben.

Es stellt sich nun wirklich dringend die Frage, ob das so weitergehen kann, oder ob man nun nicht endlich einmal wieder eine sozialere und gerechtere (Partei-)Politik machen möchte. Auch die parteiübergreifende Idee der linken Sammlungsbewegung ist ein Schritt in diese Richtung. Oder wird man, um selbst einen Platz in der Hierarchie und beim Kanzleramtsempfang zu ergattern, seine Ideale über Bord werfen und eine Politik machen, die mehr Schein als Sein und letztlich keine Perspektive für die Allgemeinheit hat?

Die Zeichen für die Mondknoten sind „Ein Großunternehmer an seinem Schreibtisch“ für den absteigenden und „Sonnenschein unmittelbar nach einem Gewitter“ für den aufsteigenden Mondknoten. Der Großunternehmer mit seinem hierarchisch strukturierten Unternehmen entspricht hier der pyramidalen Treppenstruktur, die Sonne nach dem Gewitter der abendlichen Gartenparty, die am Ende doch noch stattfinden kann. So ein Gewitter reinigt die Luft. Und zerstört mit Sturm, Regenfluten und einschlagenden Blitzen den bestehenden Zustand. Das muss aber nicht das Ende bedeuten, sondern hat das Potential für einen sehr erfrischenden Neuanfang. Ob das Potential aber genutzt wird oder es nach den Turbulenzen nur zu einem lauwarmen „Weiter so“  kommt, ist die Frage.

Die Tageskarten für den Vollmond sind der Wagen und der Turm

Der Turm schließt nahtlos an das sabische Symbol des Gewitters an. Alte Strukturen werden zerstört. Manchmal wie aus heiterem Himmel. Zumindest der obere Gebäudeteil des Turms, und die Menschen, die dort ihre Schreibtische eingerichtet haben, werden aus ihrer Komfortzone katapultiert. Die Hierarchie kommt ins Wackeln. Der Egoanspruch (auf den Thron) wackelt. Das Fundament (das Selbst) steht aber noch, darauf könnte man nun etwas ganz Neues, Passenderes aufbauen.

Vor den Wagen sind Sphingen gespannt, die, wenn der Wagenlenker ihnen keine Richtung vorgibt, in alle Richtungen davontrotten oder zerren würden. Auf dem Bild meditiert der Lenker noch, um seine Mitte zu finden und die Richtung zu klären. Ist das erst einmal erfolgt, kann es mit Vollgas vorangehen. Anders gesagt und bezogen auf das zuvor Beschriebene: dann kann der Souverän mit neuer, eigener Vision den Thron besteigen, der Partylöwe das Stelldichein für seine integrative Überzeugungsarbeit nutzen. Oder aber: er kann seine ehemaligen Vasallen erneut für sich und seine alten Ziele einschwören.

Mundan oder privat

Mundan gesehen wird sich vieles um #NoGroKo, Zwergenaufstand und „Muttidämmerung“ drehen. Und da es sich um einen Vollmond handelt, wird die Diskussion sicher sehr emotional geführt.

Privat wird sich der Vollmond entsprechend seiner Position im Geburtshoroskop bemerkbar machen. Wer sich auf die Suche nach Deutungen für die Mondfinsternis im eigenen Horoskop macht: Mondknoten in den Häusern ist hier besonders erhellend.

Ist beispielsweise die Achse 1. und 7. Haus betroffen, kann sich das Selbstbild und die Art wie man in der Welt agiert ändern. War man vorher sehr stark auf Teamwork oder die Gemeinschaft fixiert, kann man sich nun als Einzelkämpfer und Anführer profilieren.  Wer in einer Beziehung steckt, kann nun mehr Eigenständigkeit einfordern. Andersherum kann man aber auch seine Selbstbezogenheit zu Gunsten einer Gemeinschaft oder einer Beziehung aufgeben. Vielleicht sogar beides gleichzeitig: im Beruf profiliert man sich nun, und privat geht man nach langem Singledasein eine Beziehung ein. Oder andersherum, oder beides: mehr Delegieren im Team und dafür mehr Zeit für eine private Beziehung… Sind Planeten im eigenen Horoskop direkt betroffen, kann es sogar zu Hochzeiten oder Trennungen kommen. Es kommt ganz auf die persönlichen Voraussetzungen und auf das individuelle Horoskop an…

Einige Tipps zur Deutung der Mondknoten und Finsternisse, transitierend oder im eigenen Horoskop:

Bernadette Brady: Lehrbuch der astrologischen Prognose: Transite – Progressionen – Finsternisse (Standardwerke der Astrologie)

 

 

 

 

 

 

 


Und hier, mal ganz unabhängig von der Astrologie, ein paar Serientipps mit echtem Suchtpotential: 🙂 (Wenn ihr euch über diese Links zu Amazon Prime entschliesst, bekomme ich ein paar Prozente…)

Die Seriensensation aus den USA! „UnREAL“ wirft als fiktive Serie einen ungeschönten, satirischen und oft schockierenden Blick hinter die Kulissen der amerikanischen „Bachelor“-Variante. Manipulation, Drogen, Sex und Intrigen: Für die Quote gehen Rachel und ihre Producerin Quinn dabei buchstäblich über Leichen. 2 Staffeln in Amazon Prime enthalten.

 

„Catastrophe“, von und mit Rob Delaney und Sharon Horgan, dreht sich um eine Irin und einen Amerikaner und das absolute Durcheinander, dass sie bei ihrem verzweifelten Versuch sich ineinander zu verlieben in London anrichten. Unbeholfene Lust, sofortige Schwangerschaft und echte Katastrophen bilden die Grundlage für diese komplett chaotische Beziehung.
3 Staffeln in Amazon Prime enthalten.

Advertisements

Deine Meinung ist willkommen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s