Steinbock-Supermond im Juli 2022 – Endlich Loslassen

Es knirscht im Gebälk!

Der Supervollmond am 13. Juli 2022 steht im Steinbock nah bei Pluto.

Pluto im Steinbock steht sowohl für massive Kontrolle zum Erhalt des Status quo, aber Pluto steht auch für Veränderung, Erneuerung. Diese fällt unter Steinbock-Bedingungen besonders schwer und ist vielleicht nur mit Gewalt zu erreichen. Mit Krieg, Bomben, oder allem, was dem auf psychologischer Ebene entspricht: Erpressung, feindliche Übernahme, Vergewaltigung. Je stärker man am Status quo festhält, desto größer die Gewalt, die notwendig ist, die Umklammerung zu lösen.

Pluto wird deshalb gefürchtet, weil für den Neuanfang etwas altes sterben muss. Aber je bereitwilliger man loslässt, desto weniger wird es schmerzen. Das Ergebnis ist eine vollkommene Erneuerung, eine Neugeburt von etwas ganz Anderem, das schon lange im Inneren gewartet hat. Es ist der Phönix, der aus der Asche des Alten aufsteigt.

Der Supervollmond wirft sein Licht auf diesen schmerzhaften und langwierigen Stirb- und Werde-Vorgang. Eine ganz schwere Geburt.

Der Vollmond, zusammen mit der gegenüberliegenden Sonne, bildet ein Rechteck mit der Mondknotenachse, was an sich noch keine ungewöhnliche Konstellation ist. Dennoch weist sie auf einen Wechsel hin, einen harmonisch stattfindenden Wechsel.

Die Qualität des Wechsels, der Veränderung wird besonders durch Uranus angezeigt, der am nördlichen, aufsteigenden Mondknoten auf seine Konjunktion mit Mars wartet. Diese Dreierkonjunktion im Stier wird Ende Juli/Anfang August so eng, wie sie nur werden kann.  Und deutet auf massive Veränderungen  hin, von wirtschaftlichen, geopolitischen bis hin zu tektonischen Plattenverschiebungen. Wir stehen am Ende einer alten und am Beginn einer neuen Weltordnung, die so manchem den Boden unter den Füssen wegreissen kann, der darauf nicht vorbereitet ist. Der Zugang zu Ressourcen von Öl und Gas, wertvollen Erden, Uran, Lithium wird neu verteilt. Man spricht vom Ende der westlichen Hegemonie und dem Beginn einer multipolaren Weltordnung, die schon lange ihre Vorzeichen vorausgeworfen hat.

Asteroiden

Der Asteroid Minerva steht in Konjunktion mit dem Vollmond. Das ist die römische Entsprechung der griechischen Göttin Athene. Sie ist die Göttin des Verteidigungskrieges. Sie ist eine hochintelligente Strategin. Das ihr zugeordnete Tier ist die Eule, die auch in der Dämmerung sehen kann. Sie kann also Licht und Dunkel vereinen, sie hat aus der Vergangenheit und der Beobachtung gelernt und kann nun weise Entscheidungen treffen und den Angreifer im besten Falle mit seinen eigenen Waffen schlagen. Minerva/Athene ist aber nicht nur die Göttin des Verteidigungskrieges, sondern auch des Handwerks, und damit letzten Endes auch der dafür notwendigen Ressourcen. Sie wird also einen heimischen Markt schützen, die eigene Wirtschaft.

Gegenüber Minerva, bei der Sonne, steht der Asteroid Sophrosyne. Sophrosyne ist die Besonnenheit. Es ist eine rationale Entscheidung, Ruhe zu bewahren und keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, und nicht in blinden Aktionismus auszubrechen. Hegel befand, dass die Besonnenheit sich immer auf Vergangenes bezieht, Lehren aus der Vergangenheit zieht, und weniger etwas völlig Neues gebiert. Ein weiterer Hinweis darauf, dass hier jemand mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird.

Sabische Symbole

Das sabische Symbol für den Vollmond ist passenderweise: „Durch die würdevolle Hinnahme seiner Niederlage beweist ein General seinen edlen Charakter.“, und das Symbol von Uranus ist „Ein neuer Kontinent steigt aus dem Meer empor.“.

Manchmal ist es weise, eine Niederlage rechtzeitig anzunehmen, bevor man weiteres Blut vergiesst. Im übertragenen Sinne vielleicht Herzblut, dass man an eine Sache, eine Beziehung, einen Job, einen Partner gehängt hat. Es ist sicher schwer, etwas loszulassen, das man mit so viel Leidenschaft verfolgt hat. Und doch ist es manchmal besser. Oder an der Zeit. Das, was danach kommt, wird viel besser sein. Besser als die Schmerzen, das alte festhalten zu wollen, allemal. Lässt man endlich los, werden immense Kräfte frei, die man in ein neues, lohnendes Ziel stecken kann. In einen Neu- oder Wiederaufbau, wenn das Alte erst einmal in sich zusammengefallen ist.

Tageskarten

Bei den Tageskarten gibt es zwei Sets zu beachten, denn der Vollmond erscheint in Europa und Amerika am 13. Juli, in Australien aber erst am 14. Juli.

Passend zu Mond und Pluto im Steinbock sind der Eremit und der Mond. Der Mond, der einen beängstigenden Durchgang zu etwas Unbekanntem, Neuem darstellt. Man kennt es (noch) nicht, und die Angst, dass es einen verschlingen könnte, ist groß. Und doch weist der Eremit darauf hin, dass man Licht am Ende des Tunnels finden wird, wenn man sich auf den beschwerlichen, beängstigenden Weg macht. Allein. Und in sein Inneres. Denn tief im Inneren weiss man schon, dass es Zeit ist. Und auch, dass es jetzt „dran“ ist. Man wird eigenen Traumata begegnen, die man jetzt besonders gut auflösen -erlösen – kann. Denn Pluto steht auch für psychologische Vorgänge. Man sollte sich aber nicht von Irrlichtern und falschen Propheten oder Torhütern vom eigenen Weg abbringen oder zurückhalten  lassen.

Wer sind die Irrlichter, falschen Propheten und Torhüter?

Passend zu Uranus am Mondknoten sind die Ausgleichung und der Stern. Ein neues Gleichgewicht wird erschaffen, ein neuer Stern erscheint am Himmel.

Geht man in die Tiefe, findet man auf der Karte die Ausgleichung die ägyptische Unterweltgöttin Maat, die die Seelen wiegt. Nur diejenigen, deren Herz leichter als Maats Feder ist, dürfen in die Glückseligkeit. Alle anderen müssen sich noch mit angehäuftem Karma befassen. Oder ihren nicht gelösten Traumata. Es macht also schon Sinn, sich beizeiten einmal zu besinnen – Sophrosyne! – wie man sein eigenes Leben im Rückblick beurteilen würde. Hat man seine Aufgaben erfüllt oder sich gedrückt? Wo sind noch Rechnungen offen?

Der Stern zeugt von großer Sehnsucht, das Richtige zu tun und zu bekommen. Man braucht dafür eine Verbindung zum Höheren Selbst. Oder zum Göttlichen. Wie man es auch nennen möchte. Doch den Kontakt bekommt man nur, wenn die Antennen, die Kanäle dafür, rein sind, und nicht eigennützig, egozentrisch, materialistisch missbraucht. Falsche Ideologen lauern auch hier, wie die Irrlichter auf der Karte der Mond….

Sehr spannende Zeiten!

Ich wünsche euch allen einen hervorragenden inneren Kompass. Nur Mut! Es kann danach nur besser werden!


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