Schwarzer Freitag im November

Die Attentate von Paris schockieren uns verständlicherweise am meisten, hier im Westen. Es ist uns und unserem Alltag am nächsten. Aber es gab eine Welle weiterer Anschläge weltweit, im Libanon, im Irak, und nicht zu vergessen die direkten Kriegshandlungen. Noch dazu gab es ein starkes Erdbeben mit Tsunamiwarnung vor Tokio, der Tsunami traf zum Glück nicht ein. Aber wie sich die Menschen fühlen, kann man sich vorstellen. Terrorisiert.

vnlfilehBBKgC-u1158607201_chmom.21091Sieht man sich die Planetenstellungen des Tages an, fällt zunächst das Yod, der Fingerzeig Gottes, die doppelte Quinkunx von Jupiter und Sonne/Merkur zu Uranus im Widder. Uranus steht damit in einem nicht auflösbaren Fokus, weit entfernt, ihn erreichen zu können. Die Spannung der Quinkunxe (150°-Aspekte) lassen sich nicht lösen, sie sind wie ein dauernder Provokateur, der die Dinge vorantreibt. Uranus steht ausserdem stark unter Spannung, weil sich Pluto seinem Quadrat zu ihm noch einmal annähert. Die Basis des Yod-Dreiecks ist das Sextil von Sonne/Merkur und Jupiter, das ja schon den Neumond bestimmt hatte.

Leider bin ich ein positiv denkender Mensch: ich hatte erwartet, dass sich, trotz Spannungen, durch dieses Sextil, was ja auch gleichzeitig ein Trigon zu Chiron, der Jupiter gegenüber steht, ist, Lösungen finden könnten. Indem man mit Merkur im Skorpion auf Ursachenforschung geht. Und mit der Sonne dort Licht in die Schatten bringt. Aber die Spannung war eben doch so groß, dass sie sich entladen musste. Manchmal ist das aber auch ein Warnschuss, den man dann zur Konfliktlösung braucht.

barbed-wire-833153_1920Das Thema ist nach wie vor Ausgrenzung. (Jupiter in der Jungfrau in Opposition zu Chiron in den Fischen).  Gerade in Frankreich leben sehr viele Menschen aus den ehemaligen Kolonien, vor allem aus Nordafrika. Trotz französischem Pass und französischer Sprache leben aber viel zu viele von ihnen quasi gettoisiert, zum Beispiel in den Pariser Vorstädten. Jugendarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit unter ihnen sind enorm hoch. Da wundert es nicht, dass sich der Ärger besonders gegen die Vergnügungszentren der Pariser richtet, von denen sie sich ausgeschlossen fühlen. Denn wirtschaftliche Ausgrenzung bewirkt auch soziale Ausgrenzung.

Theoretisch kann sich jeder vom Tellerwäscher hocharbeiten, praktisch scheitert dies aber häufig an alltäglichem Rassismus. Oder sagen wir: an gruppenbezogener Ablehnung und mehr oder weniger bewussten Ressentiments. Da kann sich jeder mal an die eigene Nase fassen.

Wenn wir nicht aufpassen, werden diese Ressentiments nun dazu genutzt, einen „Clash der Kulturen“ zu schüren, der sich oberflächlich an Religionen festmacht. Das kann kurz über lang bei uns zu Rechtsruck, Polizeistaat und ständiger Militärpräsenz führen. Und zu weiteren „Religionskriegen“ weltweit. Tatsächlich aber hatte Terror noch nie eine Religion. Religion (Schütze, Jupiter) wird aber seit Jahrhunderten ausgenutzt. Für übergeordnete „Interessen“. Seien diese geostrategischer Art („Machtsphären“) , sei es, um die Kontrolle von Ressourcen zu sichern, oder, nicht zu vergessen: schnöde wirtschaftliche Vorteile. In einer Region, in der jeder gegen jeden im Namen seines Gottes kämpft, freut sich der Dritte und holt sich billig, was er zu brauchen glaubt: Öl, billige Arbeiter – und noch mehr rachedurstige Gotteskrieger zum Erhalt des Terrorsystems.

Terrormanagement im negativen Sinne. Es hält den Terror permanent als Schwelbrand im Gange.

Das ist der riesige Schatten (Neumond im Skorpion), den wir aufdecken müssen. Das ist das Potential für dieses unstillbare Rachebedürfnis (auch Skorpion).

Das ist es, warum die ewige Provokation der Quinkunxe zu Uranus sich nicht lösen lassen. Jedenfalls nicht mit „mehr desselben“. Bomben züchten Terror erst richtig. Nicht zu vergessen die unbemannten Drohnen, die in aller Welt mehr Terror verbreiten als sie „bekämpfen“ (Nur 2% der Getöteten sind „Targets“, alle anderen sind Kollateralschaden, gern genommen auf Hochzeiten).

3eAzk46Dies ist ein Teil des Finsternisthemas vom September: mit machohaftem „Stärke Demonstrieren“ und noch mehr Krieg kommt man hier nicht weiter. Macht man alles nur noch schlimmer. Es ist auch Mars, der erst den Mondknoten passiert hat (12.11.2015) und sich nun dem Punkt nähert, an dem die Sonne zum Zeitpunkt der Mondfinsternis stand (19.11.). Es ist auch Mars, der sich dann bis Dezember 2015 dem großen Kreuz von 2014 nähert, in dem sich Uranus, Pluto, Jupiter und Mars aus ihren kardinalen Zeichen gegenseitig zur Weißglut getrieben hatten. Das war unter anderem die Energie für den Ausbruch des Bürgerkriegs in der Ukraine. Das im großen Kreuz damals enthaltene T-Quadrat von Uranus, Pluto und Mars bildet sich nun noch einmal, wenn auch nicht so exakt wie im vergangenen Jahr und sorgt erneut für Unruhe.

Die Sonne hatte am gestrigen schwarzen Freitag (13.11.) den Tierkreisgrad mit dem sabischen Symbol „Jäger schießen Wildenten.“ passiert. Im Zusammenhang mit der Zuspitzung der anderen planetaren Ereignisse sind hier die Schüsse gefallen. Und zwar ein Angriff auf die Freiheit (Wildenten). Wenn wir die Ursachen nicht begreifen, nämlich dass wir – besser: unsere Politik – schon vorher denen, die uns nun angreifen, ein selbstbestimmtes, freies Leben verwehrt oder genommen haben, werden wir – besser: unsere Politik – uns nun selbst noch die Freiheit rauben. Es ist mir zu einfach, hinter nun laut herausgekrähten Durchhalte- und Stärkeparolen hinterherzulaufen. Schon gar nicht glaube ich, dass es sich in Paris im Kern um einen Angriff auf unser freies, säkulares Leben handelt, weil steinzeitliche Islamisten das für verwerflich halten. Ich halte es eher für einen Racheakt, weil wir (unsere Regierungen) daran beteiligt sind, ehemals säkulare Staaten der arabisch-sprachigen Welt in Grund und Boden und in die Steinzeit zurückzubomben.

Gerade in Syrien haben etliche Ethnien Religionen friedlich zusammengelebt, die sich nun, nachdem jeder glaubt, an irgendwelche „gemäßigten Rebellen“ Waffen liefern zu müssen, gegenseitig die Köpfe abschneiden. Schluss mit dieser menschenverachtenden Doppelmoral und Heuchelei! Wenn Syrien einen Regime Change haben will, wird Syrien das selbst machen, soviel Vertrauen sollte man schon haben. NATO, du Drohnenmutter. Lass die Kinder selbst erwachsen werden und Verantwortung übernehmen, bevor Du Waffen oder gleich das Militär schickst. Wenn Du wirklich helfen willst, dann warte, bis Du gefragt wirst! So geht Völkerrecht.

11156349_10153269086169401_1538368456508480572_nChiron in den Fischen ist ein Indikator für die weltweite Verbreitung des Problems. Der Feind ist nicht im Außen auszumachen, so dass man sich gegen ihn abgrenzen (Jupiter in der Jungfrau) und zur Wehr setzen könnte. Er ist mitten unter uns. In uns. Er ist überall (Fische). Weltweit. Es ist ein systemimmanenter Fehler, der nicht heilen kann, bevor sich das System nicht ändert. Die unendlichen Flüchtlingsströme auf der Welt führen das deutlichst vor Augen. Das sollten wir uns bewußt machen. Sankt Martins Mantel teilen, nicht ängstlich für uns zu behalten. Auf die Menschen zugehen, nicht Zäune hochziehen. Nicht reale Grenzzäune und auch keine Zäune in den Köpfen. Die Leute, die uns Angst machen, haben genau soviel Angst vor uns. Die, die uns angreifen, wurden und werden genauso von uns angegriffen. Das sind die Schatten, die wir endlich sehen müssen. Sonst lassen wir uns instrumentalisieren und fallen in faschistische Strukturen zurück.

woman-994737_1920Merkur stand Freitag auf dem Neumondgrad mit dem sabischen Symbol der Frau, die einen schwarzen Vorhang teilt, hinter dem sich ein heiliger Pfad auftut. Das Teilen ist dabei sicher ein wichtiger Aspekt, auch bezogen auf das Bild des Mantels von Sankt Martin. Wichtiger ist aber tatsächlich den Vorhang wegzuziehen, der uns die Sicht auf die Wahrheit, das Wahre, das Heilige, das Heilmachende verstellt. Das Brett vorm Kopf, könnte man auch flapsig sagen. Das was es braucht, liegt quasi vor unserer Nase, wir müssen nur den Vorhang der alten, begrenzten Sichtweise aufgeben. Uns kann nun nichts mehr helfen als die Integration. Die Integration der Schatten. Die Integration des Fremden. Nur die Integration macht heil. Und damit heilig – die Chance, die Jupiter in der Jungfrau uns auch gibt.

Mit Schütze-Saturn Quadrat Fische-Neptun bekommen wir nun noch eine lang anhaltende verunsichernde Zeitqualität, in der alte Regeln keinen Bestand mehr haben. Ich wünsche mir, dass diese Verunsicherung dazu führt alte Grenzen und Grabenkämpfe zu überwinden, hin zu mehr Solidarität, Menschlichkeit und Mitgefühl. Bitte kein weiteres Öl ins Feuer von „Religionskriegen“ (Saturn im Schützen)!! Macht da nicht mit! Lasst euch nicht manipulieren (Neptun)!

12079583_1052779888066144_7147842521834844540_nDie einzige Methode, die uns hilft ist die sogenannte Feindesliebe. Die gibt es in jeder Religion. Die gibt es auch ohne Religion. Im Anschluss ein paar Zitate. Ich habe wenig Ahnung vom Islam, vielleicht könnt ihr ja ein paar entsprechende Zitate in die Kommentare schreiben, ich bin sicher die gibt es, nicht zu knapp. Ansonsten kann man sich ja mal bei Jürgen Todenhöfer schlau machen.


So, das musste jetzt mal sein! Tut das richtige. Hört auf das Herz und nicht die Angst.


„Liebe deine Feinde; denn sie sagen dir deine Fehler.“ Benjamin Franklin

„Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, dann mache ihn Dir zum Freund.“ (Volksweisheit)

Aus dem Buddhismus:

„Er schmähte mich, er schlug mich, er besiegte mich mit Gewalt: Wer so denkt, der wird die Feindschaft nicht besiegen.
Er schmähte mich, er schlug mich, er besiegte mich mit Gewalt: Wer so nicht denkt, der wird Feindschaft besiegen.
Denn Feindschaft kommt durch Feindschaft zustande; durch Freundschaft kommt sie zur Ruhe; dies ist ein ewiges Gesetz.“

„Besiege (erobere) Zorn durch Liebe.
Besiege Böses durch Gutes.
Besiege Anhaftendes (am Eigenen Festhaltendes) durch Geben.
Besiege den Lügner durch die Wahrheit.“

Aus der Bibel:

38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. 39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand,

sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.

40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel.

41 Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.

42 Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.
.
(Mt 7,12: Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.)

3 Gedanken zu “Schwarzer Freitag im November

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